Der Australienrundgang
Von Langerweile befreit sitzt die Marika im Office,
ob das so bleibt, man hofft es!
Das Theater ist bestuhlt, die Fluchtwege vermessen
und Reports schreiben tut sie wie besessen.
Am Wochenende sucht sie im Nationalpark ihr Glueck,
sie zieht sich in raue Berge zurueck.
Von dort her sendet sie darueber hinaus ein paar Postkarten nach Haus.
Ab und zu verdunkelt eine Wolke und Abschied das Licht,
doch Marika duldet das nicht.
Hinausgezogen um Abenteuer zu erleben,
muss man sich auch mal woanders hin begeben.
Kehre dich um von diesen Hoehn
nach Brisbane zurueck zu sehn!
Aus des Flughafens geoeffneten Gate,
die Marika mit ihrem Koffer geht.
Aus der Kollegen froehlicher Runde,
Aus Gastfamilien gemuetlicher Heim,
Aus Freundeskreis und liebgewonnener Umgebung,
Eine Woche drueber nachgedacht
wurde alles nach Sydney gebracht.
Sieh nur Sieh, wie zahlreich die Menge der Wohnungsangebote erscheint!
Nach einiger Suche entscheidet sich dann, dass man im Zimmerchen von Manly bleibt.
Und nun ist nur noch ein bisschen Zeit,
mal sehen was diese so zeigt,
selbst normal erscheinende Tage halten tolle Abenteuer bereit.
Ich freu mich schon auf meine Runde
sie rueckt naeher Stund um Stunde
Zufrieden jauchzt Marika klein,
Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!
(Grundgeruest geborgt von Herrn v. Goethe)
News-Ticker:
+++Der Papst war in Sydney. Eine halbe Million Pilger sangen in jedes freie Ohr. Es war die Hoelle los. +++ Der vorhergehende Witz ist zur Unterstuetzung der Stiftung: “Ein schlechter Witz ist auch nur lustig. Unterstuetzt flachen Homor sonst kann ein Grossteil der Bevoelkerung gar nicht mehr lachen…”+++ Samstag unternahm man eine Sturmwanderung im Blue Mountain Nationalpark+++ Sonntag Geschichtswandeln auf dem Gunnerpath (II. WK Luft- und Landabwehr)+++Der entgueltige Umzug nach Sydney wird dieses WE mit einem Flug nach Brisbane und zurueck abgeschlossen+++
Und noch 2 Anekdoten:
Das Timing, manche Leute haben es und manche nicht… Ich habe es.
Das habe ich am Wochende bewiesen.
Unterwegs zum Blue Mountain Nationalpark verlor ich kostbare Zeit, wegen den paepstlich verursachten Verkehrsproblemen.
Also musste ich einen Zahn zulegen um alles entdecken zu koennen und raste durch den Nationalpark. Als ich um eine der vielen Ecken rauschte, machte sich das Timing bemerkbar, denn ich platze voll in einen Heiratsantrag… Zwar war die Braut schon gefragt und der Ring schon am Finger, trotzdem konnte man noch genau ausmachen, was gerade passiert sein musste.
Ich gab der peinlichen Stille keine Chance sich auszubreiten, statt dessen fragte ich freundlich, ob ich denn der erste Mensch sein duerfte der gratuliert. Beide Haende geschuettelt, das Beweisfoto geknipst und schon war ich mit Glueckwuenschen meinerseits und Danksagungen der anderen Seite um die naechste Ecke verschwunden.
Was auch immer …” selten allein kommt”. Ich wurde belehrt, dass das auch auf die Anekdote zutrifft.
Denn am gleichen Tag passierte folgendes:
Das Verkehrchaos verursacht durch singende Pilger war auch am Abend nicht geloest. Ob, wann und wo in Bus faehrt war unklar und ob ich je in meinem neuen Zuhause ankomme ebenfalls.
In Neonfarben gekleidete Herren nahmen sich aber meiner an und gaben mir Auskunft darueber, dass “…an der letzten Bushaltestelle in dieser Richtung” (man zeigte ins Dunkel) ein Bus nach Manly faehrt.
Ich setzte mich also and diesen genannten Mitfahrgelegenheitstreffpunkt und wartete. Nach 2min kam ein Bus, der auch dort anhielt. Freudig sprang ich auf und der Busfahrer mir entgegen, denn der stieg aus und liess den Bus stehen. Ich setzte mich wieder. Nach 15min kam der Fahrer zurueck, schaut mich an und sagt: “Du sitzt ja immer noch hier.”
“Ja, mir wurde gesagt, der Bus faehrt mich nach Manly”
“Ich fahre nach Manly. Wo must du denn raus?”
Brav sagte ich den Namen der Haltestelle.
“Mmmh, ich frage mich wo das ist…”
Meine Hoffnung sank…
“Na los huepf rein. Wir machen eine Tour nach Manly und schauen wo du wohnst”
Bevor das alles passierte, beneidete ich die Leute, die in einer Hummerlimousine an mir vorbei fuhren. Nun bemerkte ich, dass meine Limousine viel groesser war.
Die Haltestelle lag nicht auf seiner Route und wir nahmen unterwegs keine Leute auf. Der Busfahrer fuhr mich bis vor die Haustuer und verlangte nicht einmal Geld fuer die Fahrkarte.
Und mit den Worten: Die Australier sind zu gut fuer diese Welt! verabschiede ich mich bis zum naechsten Eintrag!
Lieben Gruss an Euch alle!

















