Archiv für Mai, 2008

4. Runde

Veröffentlicht in Postkarten am Mai 20, 2008 von flicka

Nachdem ich mir soviel Zeit gelassen habe, endlich das neue Raetsel und die Loesungen vom letzten Mal.

Die erste Frage:

Brisbane ist die Hauptstadt von: 1a, Queensland

2b, 1.820.400 Menschen leben in Brisbane (2006)

Die Stadt wurde nach Sir Thomas Brisbane (3c) benannt (Ich hatte Glueck, dass „bane“ tatsaechlich etwas bedeutete ;-) )

und man bekommt fuer die Antowrt Nummer 4a die „Ekka“ einen Tag frei.

Die Zuordnung:

A4, B1, C6, D2, E5, F3

Eine Postkarte haben gewonnen:

Meine netten Nachbarn aus Neuseeland mit 0 Fehler

Chris mit 0 Fehlern und den 3. Platz teilen sich mit je 3 Fehlern

Anne und Marwie

Aufmerksame Leser haben bemerkt, dass der letzte Eintrag einen Abschnitt enthaelt, der nicht mit Bildern unterlegt wurde. Ich schaffe sofort Abhilfe mit diesem Puzzel.

Zusammensetzen und mir per E-Mail zusenden. Diesmal zaehlt die Schnelligkeit…

(Es geht auch mit Paint, ich habe es probiert)

Viel Spass dabei!!!

Eine Insel mit 2 Bergen

Veröffentlicht in Arrived... am Mai 19, 2008 von flicka

Eine Insel mit 2 Bergen

 

“Es ist 4 Uhr früh und schon so warm…” mit diesem Gedanken im Kopf zieht sie den Pullover unter dem Rucksack aus und hält den Schritt der anderen Person neben ihr. Sie sind auf der Brücke, es sind ungefähr noch 15 Min bis zum Treffpunkt. Noch schnell in die Brauerei und die Proben umfüllen, dann auf die anderen Zwei warten. Sie sehen alle gleich aus: kleine Augen, bepackt und entschlossen.

Sie steigen in das weiße Auto, alle 4.

Von der Autofahrt können wahrscheinlich nur 2 komplett berichten, der Fahrer und der “Navigator”. Für die anderen Beiden legte sich ein Schleier über das Bewusstsein, der sich erst lichtete als sie beim versehentlichen Augenöffnen die Schönheit des Sonnenaufgangs wahrnahmen, der das warme Licht auf die australischen Weiden ausgoss.

Es ist zu spät umzukehren. Zu weit weg von Brisbane, aber das stand auch nie zur Debatte. Die 4 waren entschlossen es durchzuziehen, alles auszuhalten und die Mission zu erfüllen.

Um nicht aufzufallen mieteten sie sich ein Allradfahrzeug und stellten sich in der Fährschlange an. Keiner der 4 ahnte, was noch auf sie zukommen würde und keiner dachte darüber nach, vor Allem nicht in diesem Moment, als die Blicke fest auf die Delphine gerichtet waren, die vor dem Steg spielten.

Als getarnter Tourist hat man natürlich eine Kamera zur Hand, sie füllten die Wartezeit mit Schnappschussversuchen.

 

Am anderen Ufer das letzte Telefongespräch mit den Kontaktpersonen bevor jegliche Möglichkeit mobil zu telefonieren unmöglich wurde. Wann. Wo. Wie.

Alles klar… oder?

 

Sie fuhren los, das Fahrzeug quälte sich über einen unebenen und schweren Weg. Das gemietete Auto war Schrott, zu wenig Power. Doch nicht nur das war der Grund für die folgende Situation, sondern auch egoistische Leute, die einfach mitten auf dem Weg parken und nachfolgende Fahrzeuge zum Halten zwingen. Das Auto steckte im Sand und nur absoluter Köpereinsatz konnte es nach 20 min befreien.

 

Alles klar… oder?

Scheinbar nicht, die 4 kamen auf einem leeren Parkplatz. Was immer auch passiert sein mag, die Kontaktpersonen waren verschwunden. Das bedeutete zum einen, dass sie den Anschluss verpasst hatten und zum anderen, was schlimmer war, die Übergabe konnte nicht stattfinden. Die teuer bezahlte Ware war irgendwo auf der Insel und nicht dort, wo sie sich befinden sollte, im Kofferraum des gemieteten Wagens. Nach kurzer Diskussion entschied sich die Gruppe weiter zu fahren bis an die nördlichste Spitze der Insel und sich einem Teil des Auftrages zu widmen, dem sie sich verschrieben haben.

 

Die Augen sind weit offen, jedes Auto, jeder ausländisch aussehende Mensch lenkt die ungeteilte Aufmerksamkeit auf sich. Sie müssen zu finden sein…

Vergeudung von Zeit und Sprit: umdrehen, nachsehen, umdrehen, weiter fahren, langsamer vorbei fahren, schnell einholen…

 

Sie sind am “Indianhead”, ihre erste Station.

Es ist schon spät, bald kommt die Flut und dann müssen sie den “Strand Highway” verlassen und einen Unterschlupft gefunden haben.

Eine schnelle Besteigung muss reichen, erledigt, dieses Teilziel ist abgehackt. Sie sind zufrieden mit ihrem Job.

Schnell zurück ins Auto. Eile ist nicht immer gut… und auch in diesem Fall nicht. Das Auto steckt zum dritten Mal an diesem Tag fest im Sand, doch diesmal hat man nicht alle Zeit der Welt, denn die Wellen sind schon hoch und das Wasser kommt schneller in Richtung Strand. Panik in den Augen des Fahrers, beruhigende Worte von den anderen, die sich in eine Reihe hinter das Fahrzeug stellen um anzuschieben.

3 Anläufe, langsam werden auch die Schiebenden nervös, aber es klappt. “Fahr weiter, warte nicht auf uns!”

Anhalten im lockeren Sand wäre ein Fehler. Fester Grund, die Reise geht weiter bis zu einem geeigneten Platz um die Zelte aufzuschlagen.

 

Man findet einen einsamen Platz hinter den Dünen, der Ozean ist da und stellt sich als direkter Nachbar vor. Das Essen war ein Teil der Übergabegüter, sie haben nur das Nötigste.

Es wird ein schöner Abend. Sie haben kein Licht, es wird gestellt von der Milchstrasse und den übrigen Sternen (es ist Neumond). Bis um neun wird Scharade gespielt und da jeder fälschlicher Weise schätzt, dass es schon gegen Mitternacht sein muss, gehen sie schon um neun schlafen.

 

Der nächste Tag erwacht mit Hoffnung, dem gleichen Essen und Regen. Das Motto des Frühstücks: “Heute finden wir sie.” Es hält eine Stunde…

Es geht weiter, weiter mit vergeudeter Zeit und Sprit auf der Suche nach den “Verlorenen”. “Wir wissen nicht einmal ob sie überhaupt auf Fraser sind.” Die Stimmung sinkt und zwar sehr tief.

Der Fahrer, der wohl am ehesten mit dem verschwunden Rest verbunden ist, denkt nur daran diese Leute zu finden, die 2 Leute auf dem Rücksitz wollen die komplette Mission erfüllen, denn das ist der Grund warum sie hier sind. Und der letzte im Bunde ist hin und her gerissen, denn er kann beide Parteien verstehen.

Während die zwei “Pflichtbewussten” ihren Ärger im Diskussionsversuch Luft machen, wirkt der Fahrer diese Methode der Konfliktbewältigung ab und redet nicht mit dem Rest.

 

Lake McKenzie, ebenfalls auf der Liste des Auftrages, sorgt für etwas Entspannung zwischen den 4. Seine Schönheit und der schneeweiße Sand beruhigt die Gemüter und stiftet Frieden für 3 h.

 

Am Abend ist jeder der zwei Parteien bereit seine Meinung und Bedürfnisse mit einer blutigen Auseinandersetzung zu verteidigen. Durch die verzweifelten Versuche, die Spuren der “vom Erdboden Verschluckten“ zu finden, wurden die Erfüllung der Mission noch anstrengender. Bis jetzt lief zwar, außer der Kosten, alles nach Plan aber nun kam der Hunger zur Unzufriedenheit hinzu. Um also Leichenbeseitigung zu vermeiden, kauften die 4 eine Packung der völlig überteuerten Würste in dem einzigen Laden in der Nähe.

 

Die Zelten sind aufgeschlagen und die 4 unterwegs zu Lake Wabbi, als ein schwarzer Jeep neben ihnen hält. Da waren sie, die Vermissten und es stellte sich heraus, dass diese “Freunde” einfach nicht auf die 4 warten wollten und damit weiter fuhren, ohne darauf Rücksicht zu nehmen, dass die halbe Ladung nicht ihnen sondern den fehlenden 4 gehörte.

 

15 km weiter am Strand entlang (gefühlte 3 für die, die im Jeep saßen, jedenfalls war das die Entfernungsangabe ihrerseits) hatten sie ihre Festung aufgeschlagen und sich im Luxus und der doppelten Ladung Nahrungsmittel niedergelassen. Man glaubt es kaum, die 4 wurden zu ihrem eigenen Essen eingeladen…

Es war ein berauschendes Fest (wörtlich). Die Hälfte der Besatzung des gemieteten Allradfahrzeuges wünschte sich und sich gegenseitig, dass man die Kontaktpersonen nie getroffen hätten und verzichteten aus Sicherheits- und Heimfindungsgründen darauf sich zu betrinken. Dann lieber nochmal backed beans on Toast und die Milchstrasse.

 

- Die Heimreise muss leider zensiert werden -

 

In der Nacht schliefen alle sehr unruhigt, ¼ der Mannschaft bekam Fieber und am nächsten morgen ging es allen dreckig. Doch die Fähre wartet nicht und so schleppten sich alle noch vor dem Sonnenaufgang vor das Zelt und warteten auf den Selbigen.

Und als das goldene Licht den Strand trifft, sind alle 4 still und zufrieden hängt jeder seinen eigenen Gedanken nach.

Trotz der zusetzlichen Erschwernisse wurde ganz nebenbei die Mission erfüllt: Fraser Island wurde entdeckt, die wichtigsten Naturschauspiele bewundert und Beweismaterial gibt es ebenfalls genug…

 

Die Heimreise verlief für alle, bis auf einen, mehr oder weniger schlafend und am Abend des Labour Days waren alle heimlich glücklich, dass sie in ihrem sauberen Bett die Augen schlossen und waren sich sicher:

Das nächste Mal, machen wir das alles ganz anders…

 

Weitere Geschichten aus dieser Reihe:

 

Beutel – ihr Markenzeichen (Australian Zoo am ANZAC Day den 25.04.)

 

2 Asiatinnen und 1 Deutsche entdecken die Tierwelt Australiens im größten Steve Irwine Denkmal der Welt, dem “Australian Zoo”. Begleiten sie die Mädchen an ihrem Tag, an dem sie alle Sinne gebrauchen um diese Welt für sich zu entdecken. Eine Ausführliche Beschreibung über einen Zoobesuch einer neuen Qualität. Lassen sie sich von ihrer Phantasie entführen und seien sie überrascht, wie sie selber des Fell des Koalas oder den Kängurus fühlen, während sie eigentlich Zuhause sitzen und lesen.

 

 

 

 

Der Zorn des Sandmanns (Moreton Island Trip am 26.04.)

 

Eine Reisegruppe auf Moreton Island in der Nähe von Brisbane. Es sollte ein ganz normaler Tag am Strand werden: faulenzen, baden, im Sand dösen und ab und zu mal in einen Apfel beißen.

Doch es kommt ganz anders… die gebuchte Tour zum Sandboarding wird zum Abenteuer, als sich die 70 m hohe Sanddüne, auf der schon so viele Touristen bauchlinks mit 45 km/h runtergerodelt sind, sich plötzlich als Eigentum des Sandmanns heraus stellt.

Wie schaffen es die Jugendlichen den Sandmann zu beschwichtigen, werden sie jemals den Sand wieder los, der an jeder Stelle des Körpers, einfach überall und nicht nur an der Sonnenmilch klebt und können sie von Moreton Island fliehen?

Nehmen sie auf ihrem sicheren Sofa an einer Tour teil, die sie auf eine der Sandinseln in Australien führt, bemerken sie den Sand zwischen ihren Zehen und fühlen sie die Erleichterung nach einem glücklichen Ende des Ausflugs.

 

JWD – Man ist nie ganz allein ( 1,5 Tage Farmleben)

 

„Ist es nicht sehr einsam hier draußen?“ fragt die Französin den älteren Mann auf dem Sofa. „Nie, man hat das Vieh, die Hunde und die Kängurus.“

Lesen sie aus der Sicht eines Farmers, wie man in der Wüste lebt, wie man das letzte Wasser findet und was es hier noch für Abenteuer zu erleben gibt. 1,5 Tage sind genug und man will nie mehr woanders leben.